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Mit Businessplan aus der Arbeitslosigkeit 1 – die Idee ist das Grundgerüst

von 24 Feb 2121

Selbstständigkeit kann der rettende Weg aus der Arbeitslosigkeit sein. Doch aller Anfang ist schwierig, gerade aus finanzieller Sicht. Allerdings werden besondern arbeitslose Gründer unterstützt, um die generelle Gründungsbereitschaft zu fördern. Dabei haben Sie die Möglichkeit, die ersten sechs Monate Ihrer Selbstständigkeit weiterhin Ihr Arbeitslosengeld und zusätzlich 300 Euro zur sozialen Absicherung zu bekommen. Wenn Sie noch weitere Infos zum Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit benötigen, vertiefen Sie gerne Ihr wissen in unserem Blogbeitrag “Gründungszuschuss – von der Arbeitslosigkeit zum eigenen Business”. Leider hat aber nicht jeder die Chance, denn man muss den Beratern der Agentur für Arbeit zeigen könne, dass man Sie eine handfeste Idee mit einem ausgereiften Konzept vorweisen können. Dazu wird ein Businessplan verlangt, um den kein Weg vorbei führt.

Was so ein Businessplan ist und wie Sie Ihn Schritt für Schritt erstellen, wollen wir Ihnen in den nächsten Beiträgen näher bringen. So sind Sie auf Ihrem Weg in die Selbstständigkeit nicht alleine. Und Achtung: Auch für alle anderen Gründer ist ein Businessplan essenziell bei dem Aufbau eines Unternehmens.

Was ist ein Businessplan?

Bevor Sie einen Businessplan erstellen können, müssen Sie zunächst die Basics wissen. Ein Businessplan ist ein Zusammenfügen von all den wesentlichen Informationen zu Ihrem Unternehmen plus allen Chancen sowie auch Risiken. Sie erarbeiten sich also quasi Ihr eigenes Ziel und formulieren dafür das Rezept zum Erfolg. Fallen Ihnen während der Erstellung etwaige Schwachstellen auf , so können Sie diese direkt beseitigen oder mit in die Umsetzung Ihres Unternehmens einplanen. Die Fülle an Innformationen, die ein Businessplan trägt lässt sich in die folgenden elf Schritte einteilen.

  1. Geschäftsidee & Unternehmensgegenstand
  2. persönliche Qualifizierungen & Erfahrungen
  3. Marktsituation
  4. Wettbewerbssituation
  5. Marketing- & Vertriebsstrategie
  6. Organisation
  7. Standortwahl
  8. Zukunftsaussichten, Trends & Risiken
  9. Genehmigungen & Rechtsformen
  10. Kapitalbedarf & Finanzierungen
  11. Rentabilitätsvorschau

Was ist mein Unternehmensgegenstand?

Schritt 1 des eigenen Businessplans ist es, den Unternehmensgegenstand zu definieren. Dazu gehört zwar vor allem auch die Geschäftsidee. Trotzdem fängt man auch den Businessplan zunächst mit den wichtigsten Infos an. Nach der eigentlichen Geschäftsidee sollten Sie sich dann überlegen, was der konkrete Kundennutzen Ihres Unternehmens ist. Zuletzt geben Sie noch einen Ausblick darauf, was Ihr Alleinstellungsmerkmal ist und was Sie von Ihren Mitstreitern am Markt unterscheidet. Falls Sie sich unter den genannten Gesichtspunkten noch nichts genaues vorstellen können, haben wir hier eine genaues Rezept für den 1 ersten Schritt des Businessplan zusammengetragen.

1. Basisinformationen des Businessplans: Wer ist mein Unternehmen?

Angefangen bei den Basisinformationen müssen Sie zunächst einmal wissen, wie Sie ihr neugegründetes Unternehmen benennen möchten. Namensfindungen sind immer schwierig, im Großen und Ganzen haben Sie aber zwei Möglichkeiten. Entweder Sie nehmen das, was Sie tun und verknüpfen es mit Ihrem Namen. So kann sich die Einzigartigkeit und der Wiedererkennungswert in der Branche steigern. Oder Sie überlegen Sich einen kreativen und aussagekräftigen Namen, der Ihre Firmenwerte wieder spiegelt. Vielleicht fällt Ihnen etwas ein, was Sie später im Marketing ebenfalls gut verwenden können.

Außerdem sollten Sie ganz am Anfang Ihres Dokuments bereits die angestrebte Rechtsform Ihres Unternehmens angeben. Welche Rechtsform für Ihr Unternehmen die Richtige ist, können Sie in unserem Blogbeitrag “Rechtsform bei der Unternehmensgründung” nachlesen.

Auch der Standort Ihres Unternehmens und wie Sie lokal Ihre Betriebsräume gliedern möchten, fallen unter den 1. Schritt des Businessplans. Sie sollten Sich also überlegen, ob Sie Ihr Unternehmen von ihrem Privatgebäude aus führen können oder Büroräume oder eine Werkstatt benötigen.

2. Geschäftsidee: Das Fundament Ihres Businessplans und Ihres Erfolgs

Sie sind die fundamentalen Dinge erst einmal geklärt, steigen Sie nun schon richtig in die Planung Ihres Unternehmens ein. Jetzt ist nämlich Ihre Geschäftsidee an der Reihe. Hier formulieren Sie dass, worum es eigentlich geht. Was macht also Ihr Unternehmen? Produzieren Sie Nutzgegenstände oder bieten Sie Dienstleistungen an? In welcher Branche sind Sie tätig? All diese fragen helfen Ihnen, auf den Punkt zu bringen, was Ihre Idee zum Erfolg ist und woraus sie besteht. Sie sollten hierbei auch schon konkret beschreiben, wie viel der Produkte Sie selbst machen oder wie die Dienstleistungen abläuft. Außerdem ist wichtig zu wissen, wen Ihre Idee gerade anspricht. Handelt es sich bei Ihrem Unternehmen um eines, was in Kontakt zu Unternehmen steht oder sind Ihre Kunden private Personen? Diese Erkenntnis ist auch äußerst wichtig für den nächsten Schritt!

3. Kundennutzen: Warum brauchen Kunden meine Leistungen?

Ein Unternehmen ohne Kunden oder Abnehmer ist mit großer Sicherheit kein erfolgreiches Unternehmen. Und das wissen auch die Gutachter der Agentur für Arbeit. Deswegen überlegen Sie konkret, was der Kundennutzen Ihrer Leistungen ist. Was ist also der Vorteil, den Ihr Produkt so besonders macht? Was ist der Grund, warum ein potenzieller Kunde ihr Produkt allen anderen Möglichkeiten vorziehen würde?

Ein Anhaltspunkt für die Analyse des Kundennutzens ist auch, wer Ihre Kunden sind. Damit ist noch nicht die Zielgruppenanalyse gemeint. Es reicht zunächst zu wissen, ob Ihr Kunde ein unternehmen oder eine Privatperson ist. Je nachdem, was auf Ihr unternehmen zutrifft, verändern sich damit auch die Anforderungen an Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistungen. Private Personen suchen in Produkten vor allem Unterhaltung, einen Preisvorteil, ein ansprechendes Design und eine Leistungssteigerung. Bei Unternehmenskunden zählen meist Dinge wie Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Problemlösung und Geschwindigkeit. Was bei beiden Kunden aber wichtig ist, ist sich in sie hineinzuversetzen. Gerade die emotionale Komponente überzeugt meist die Kunden von Ihren Produkten. Deshalb sollten Sie sich während der Entwicklung Ihrer Ideen dauerhaft in den Kunden hineinversetzen.

Um Ihre Kunden vollends abzuholen, könne Sie zusätzlich Ihre Alternativen einschränken. Das funktioniert allerdings nicht etwa durch Sabotage der Mitbewerber. Es entsteht im Gegenteil dazu dadurch, dass Sie etwas anbieten, was sonst keiner macht. Dabei spricht man von einem Alleinstellungsmerkmal. Inwiefern Ihre Mitbewerber bei Ihrem Unternehmen eine Rolle spielen, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

4. Unterschied zu Wettbewerbern bereits im Businessplan: Das macht mein Unternehmen besonders

Um zu wissen, was Ihr Alleinstellungsmerkmal ist, müssen Sie erstmal die anderen erhältlichen Produkte auf dem Markt kennen, die mit Ihrem Ähnlichkeit haben. Das alleine reicht allerdings nicht. Sie sollten sich auch über die Unternehmen dahinter informieren. Fallen Ihnen Verbesserungsmöglichkeiten an deren Produkten auf? Dann könnte das genau Ihre Chance sein, um auf dem Markt hervorzustechen. Manchmal müssen Sie aber auch gar nicht das Rad neu erfinden. Es reicht oft schon, die Bedürfnisse der Kunden zu wissen und die Schwachstellen der Konkurrenz auszubessern. SO hat Ihre Idee auch auf dem großen markt in Ihrer Branche mit vielen Wettbewerbern eine Chance.

Bereits hinter dem 1. Schritt des eigenen Businessplans steht eine menge Arbeit. Allerdings erleichtert Ihnen ein ausgereifter Businessplan den Start der Selbstständigkeit aus der Arbeitslosigkeit ungemein. Sie können zum einen Ihren Gutachter der Agentur für Arbeit von Ihrem Vorhaben überzeugen und sichern sich so finanzielle Unterstützung. Zum anderen wissen Sie genau, was Ihnen bei der Gründung bevorsteht und wie Sie damit umgehen können.

Falls Sie noch Fragen zum Start der Selbstständigkeit aus der Arbeitslosigkeit haben, kontaktieren Sie uns gerne über unser Kontaktformular!