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Mit Businessplan aus der Arbeitslosigkeit 2 – mit Qualifikationen überzeugen

von 27 Feb 2121

Ihr Businessplan verfolgt zwei Ziele. Zum einen soll er Ihnen einen guten Überblick über Ihre Gründung verschaffen. Andererseits ist er auch dafür notwendig, die Gutachter bei der Agentur für Arbeit von Ihrer Idee zu überzeugen. Ist Ihnen das gelungen, bekommen Sie den nötigen Gründungszuschuss. Allerdings müssen Sie die Agentur für Arbeit nicht nur von Ihrer Idee, sondern auch von Ihnen selbst überzeugen. Damit ist gemeint, dass Sie die nötigen Qualifikationen und Kenntnisse mitbringen müssen. Durch genügend Fähigkeiten steigt nämlich die Chance auf ein erfolgreiches Unternehmen – und das weiß auch die Agentur für Arbeit! Wir wollen uns deswegen all den Fragen rund um das Thema Qualifikationen widmen und beantworten, wie man sie erwerben.

Was für Qualifikationen im Businessplan gibt es?

Bevor wir darüber informieren, was hinter den einzelnen Qualifikationen steckt, müssen wir zunächst erläutern, welche es überhaupt gibt. Wichtig für den Businessplan und damit für die Unternehmensgründung sind drei wichtige Qualifikationskategorien. Fachliche Qualifikationen, wirtschaftliche Kompetenzen und persönliche Qualifikationen. Was sich genau dahinter verbirgt und wie man im Zweifelsfall die einzelnen Qualifikationen erwerben kann, untersuchen wir jetzt genauer!

Fachliche Qualifikationen

Um überhaupt ein Unternehmen gründen zu können, sollte man grundlegende Qualifikationen in dieser Branche habe. Natürlich, gibt es auch komplette Quereinsteiger, die in einer völlig neuen Branche erfolgreich werden. Jedoch ist mit einer gewissen Qualifikation in dem Fachgebiet die Wahrscheinlichkeit für den Erfolg des Unternehmens höher. So sieht es auch die Agentur für Arbeit. Dementsprechend sollten die eigenen fachlichen Qualifikationen fester Bestandteil des Businessplans sein.

Außerdem sind einige Qualifikationen für die Gründung von Unternehmen gesetzlich vorgeschrieben. Wenn man beispielsweise einen Handwerksbetrieb gründen möchte, gilt die Meisterpflicht. Das bedeutet, man braucht einen Meistertitel, um dieses Unternehmen gründen zu dürfen. Das ist allerdings nicht bei allen Handwerksberufen der Fall. Informieren Sie sich für Ihren individuellen Fall einfach mit Hilfe der Handwerksordnung und der Anlage A, welcher Betrieb einen Meistertitel o. Ä. braucht.

Gründungsspezifische Qualifikationen: Das “Business” im Businessplan

Aber die fachlichen Qualifikationen sind nicht die einzigen Wichtigen. Wollen Sie sich selbstständig machen, sind Sie nicht mehr alleine ein Facharbeiter in Ihrer Branche. Nein, Sie sind nun auch Unternehmer. Und damit kommen ganz andere Aufgaben auf Sie zu. Unter anderem sind es die betriebswirtschaftlichen und kaufmännischen Aufgaben. Gerade, wenn Sie ihr Unternehmen gerade erst gründen, ist es wichtig, selbst die Basics aus allen Bereichen zu haben.

Aber keine Angst. Sie müssen kein BWL-Studium oder eine Ausbildung zur Betriebskauffrau oder zum Betriebskaufmann absolviert haben. Gerade für Existenzgründer gibt es immer wieder spezifische Seminare, mit dem Ziel, Sie auf das 1×1 der Unternehmensführung vorzubereiten. Beispielsweise bietet die IHK oder die HWK in regelmäßigen Abständen in ihren Niederlassungen passende Seminare an. Die Kosten belaufen sich dabei meist auf 50€. Je nach Aufwand kann es in manchen Fällen etwas mehr kosten, manchmal kann es auch kostenlos sein. Ob ein passendes Seminar in Ihrer Nähe bald durchgeführt wird, können Sie auf den Websites der IHK oder HWK in Erfahrung bringen. Nehmen Sie an einem solchen Seminar schon vor der Gründung teil und erwähnen es in Ihrem Businessplan, steigen Ihre Chancen, von der Agentur für Arbeit bezuschusst zu werden.

Apropos Seminare und Kurse. Sie können nicht nur Gründungsseminare besuchen, um Ihre nötigen Kenntnisse aufzubauen. Über die Agentur für Arbeit finden Sie auch eine Menge anderer Weiterbildugngsmöglichkeiten für eine Vielzahl an Bereichen, die Ihnen bei Ihrer Gründung helfen könnten. So könnten Sie beispielsweise auch fehlende fachliche Qualifikationen durch Kurse und Seminare erwerben. Besuchen Sie dafür einfach das Kursnet-Portal der Agentur für Arbeit und informieren Sie sich, was Sie interessiert und was in diesem Rahmen mögliche Weiterbildungsmöglichkeiten sind.

Persönliche Qualifikationen: unternehmerische Kompetenzen beweisen

Neben den betriebswirtschaftlichen und kaufmännischen Aufgaben, fordert die Selbstständigkeit allerdings noch mehr. Und zwar die eigenen Fähigkeiten der Persönlichkeit. Man könnte hier auch von einer Art unternehmerischen Kompetenz sprechen. Unternehmerische Kompetenz ist ein sehr weitläufiger Begriff und umfasst persönliche Eigenschaften wie Kreativität, Risikobereitschaft, Durchhaltevermögen, wirtschaftliches Denken, Verantwortungsbewusstsein und noch viele Dinge mehr.

Natürlich müssen Sie Ihrem Businessplan keinen Persönlichkeitstest beifügen. Vielmehr geht es darum, Ihr Auftreten für sich sprechen zu lassen. Trotzdem sollten Sie nicht in Panik verfallen, falls einige der soeben genannten Dinge nicht Ihre Stärke ist. Wichtig ist, dass Sie Ihre möglichen Schwächen mit den richtigen Stärken kompensieren können.

Diese Überlegungen zu Ihrer Persönlichkeit sind aber nicht nur für Ihr Auftreten und für das Erlangen des Gründungszuschusses wichtig. Viel mehr sollte es ein Anstoß dafür sein, ganzheitlich zu denken. Nutzen Sie also die Chancen noch vor der Gründung, um zu überlegen, was Sie für die Selbstständigkeit qualifiziert!

Alles in allem steckt hinter dem zweiten Schritt des Businessplan also einiges an Arbeit. Allerdings gibt er Ihnen auch einen Überblick über Ihre eigenen Fähigkeiten und über den Erfolg Ihres zukünftigen Unternehmens. Sind Sie von Ihren eigenen fachlichen, spezifischen und persönlichen Qualifikationen überzeugt, können Sie gestärkt in die Gründung ziehen!