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Mit Businessplan aus der Arbeitslosigkeit 3 – Marktsituation

von 19 Mrz 2121

Nachdem der 2. Schritt vom Businessplan sehr auf Sie als Gründer und Ihre Qualifikationen fokussiert war, schauen Sie im 3. Schritt vom Businessplan über den Tellerrand. Heute dreht sich nämlich alles um die Marktsituation und darum, dass Sie einen guten Überblick über die Konkurrenz, die Branche und Ihre potenzielle Zielgruppe bekommen. Denn bevor Sie den Markt erobern können, müssen Sie ihn zunächst einmal kennenlernen. Das bringt Sie zum eine in Ihrer Unternehmensplanung weiter, hilft aber auch den Gutachtern bei der Agentur für Arbeit, bessere Einsicht in Ihre Gründungsidee zu erlangen.

Was genau beinhaltet ein Überblick über die Marktsituation?

Der Überblick über die Marktsituation lässt sich grob in zwei große Thematiken einteilen. Zum einen konzentrieren wir uns auf Ihre Branche, die generelle Marktsitution und -dynamik. Dabei beschäftigen wir uns mit wichtigen Fragen rund um den Businessplan. Uns interessiert aber vor allem, ob noch genügend Platz am Markt ist und ob Ihre Idee auch noch in einigen Jahren ertragsfähig ist.

Zum anderen kann ein Unternehmen ohne Kunden nicht leben. Deswegen legen wir im zweiten Teil das Augenmerk darauf, Ihre Zielgruppe kennenzulernen. Wer sind Ihre Kunden und was sind vor allem Ihre Wünsche? All diese Aspekte machen auch das Marketing später um einiges leichter und helfen dabei, Ihren Businessplan zu formen.

Ihre Branche zusammengefasst: Was ist am Markt möglich?

Um zunächst die Branche und den Markt an sich zusammenzufassen, beschäftigen wir uns mit den drei wichtigen Kenngrößen: Marktgröße, Marktvolumen und Marktdynamik. Im letzten Schritt haben Sie damit dann die Gelegenheit, einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Damit Sie wissen, in welcher Branche Sie tätig sein wollen, sollten Sie als erstes den Schritt 1 Ihres Businessplans rekapitulieren. Welche Produkte oder Dienstleistungen wollen Sie anbieten und in welchen Markt tauchen Sie damit ein? Nachdem Sie das wissen, kann es jetzt erst richtig losgehen!

Marktgröße im Businessplan

Bevor Sie die Marktgröße bestimmen können, sollten Sie als erstes wissen, was Sie überhaupt aussagt. Die Marktgröße beschreibt den Umsatz, der innerhalb einer gewissen Zeit in Ihrem Zielmarkt erwirtschaftet wird. Diese Zahl gibt Ihnen einen groben Eindruck davon, was momentan am Markt überhaupt möglich ist und ob Ihre Idee ertragsfähig ist.

Um die eigentlichen Zahlen herauszufinden, gibt es mehrere Wegen, die zum Erfolg führen. Der einfache Weg ist, einfach im Internet nach bereits vorhandenen Analysen für Ihren Zielmarkt zu suchen. Oftmals gibt es gut geführte Listen und Statistiken, mit denen man sich als Gründer informieren kann.

Haben Sie dabei leider kein Glück, können Sie versuchen, den Zielmarktgröße zu schätzen. Möglicherweise wissen sie, wie die Umsätze für ganz Deutschland aussehen. Angenähert könnten Sie dann von der Gesamtheit Deutschlands mit Hilfe der Einwohnerzahl Ihres Bundeslandes, in dem Sie verkaufen möchten, auf den Umsatz Ihres Marktes schließen.

Liegen Ihnen auch für diese Methode keine Zahlen vor, ist die Situation dennoch nicht aussichtslos. Sie können den Wert auch einigermaßen einfach selbst schätzen, jedoch sollte dieser dann nur als Orientierung dienen und auch auf Plausibilität mit Zahlen aus anderen Branchen geprüft werden. Die Formel hierfür lautet: Anzahl Käufer * Kauffrequenz * Preis = Marktgröße. Aber warum ist die Marktgröße so essenziell? Mit Hilfe der Marktgröße lässt sich nun nämlich noch mehr zum Marktvolumen ermitteln.

Marktvolumen im Businessplan

Das Marktvolumen bezieht sich nicht wie die Marktgröße auf den generierten Umsatz, sondern auf die verkauften Mengen. Mit Hilfe der Marktgröße können Sie dann ganz einfach berechnen, wie viel Personen in diesem Marktbereich schon für Produkte ausgeben und auch ausgeben wollen. Dieses Zusammenspiel aus Marktvolumen und Marktgröße hilft Ihnen dann, den Absatz Ihres zukünftigen Unternehmens zu planen. Sie können mit Hilfe dieser Kennwerte also ungefähr abschätzen, wie viel Sie verkaufen können und damit dann auch erwirtschaften. Haben Sie Informationen darüber, ist im weiteren Verlauf auch die Finanzplanung einfacher. Marktgröße und Marktvolumen legen also sowohl die finanziellen Grundsteine als auch die marketingtechnischen Grundsteine.

Marktdynamik im Businessplan

Ein Gründungsprozess kann sich in die Länge ziehen, gerade, wenn Sie auf Finanzierungen wie beispielsweise den Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit beantragen wollen. Deswegen sollte es in Ihrem Businessplan auch einen Ausblick auf die Zukunft geben. Durch Marktgröße und Marktvolumen können Sie bereits abschätzen, was momentan der Stand der Dinge in Ihrer Branche ist. Aber wie wird es in einem, drei oder fünf Jahren aussehen? Ist Ihre Idee dann immer noch so lukrativ wie sie momentan zu sein scheint?

Um diese Frage beantworten zu können, sollten Sie auch die Marktdynamik kennen. Die Marktdynamik beschreibt die allgemeine Entwicklung des Marktes, also wie sich Marktgröße und Marktvolumen entwickeln werden. Doch bevor Sie in die Zukunft schauen, sollten Sie einen Blick in die Vergangenheit wagen. Wie hat sich der Markt in den letzten Jahren entwickelt. Ist der Absatz gestiegen, gesunken oder stagniert? Dabei sollten Sie besonders auf Faktoren wie Preissteigerungen und-senkungen achten, aber auch darauf, wie sich die Marktzielgruppe verändert hat.

Liegen Ihnen nun die Daten aus der Vergangenheit und aus der Gegenwart vor, können Sie abschätzen, wie sich der Markt in den folgenden Jahren entwickeln wird. Im Businessplan können Sie Ihre Argumentation für die weitere Marktentwicklung dann mit den momentanen und vergangenen Zahlen stützen. Eine Möglichkeit für eine aussagekräftige Darstellung können Diagramme sein, bei denen man auf einem Blick die wichtigsten Zahlen sieht. So überzeugen Sie auch die Gutachter der Agentur für Arbeit und der Standhaftigkeit Ihrer Idee!

Zielgruppenanalyse im Businessplan

Nachdem Sie bereits wissen, wie der Markt und Ihre Branche, in der Sie Fuß fassen wollen, aussehen, wird es jetzt etwas weniger abstrakter. Der Markt hört sich als Begriff sehr diffus an, doch was dahinter steckt, sind die eigentlichen Kunden. Prinzipiell haben Sie sich auch während der Beschäftigung mit den Begriffen Marktgröße, Marktvolumen und Marktdynamik mit Ihrer eigentlichen Zielgruppe beschäftigt. Jetzt tauchen wir aber noch genauer ein.

5 Schritte einer erfolgreichen Zielgruppenanalyse

  1. Zielgruppe definieren
  2. Zielgruppe charakterisieren
  3. Kaufverhalten untersuchen
  4. Bedürfnisse analysieren
  5. Benutzerprofile erstellen

Diese 5 Punkte sind der Schlüssel zum Erfolg in Sachen Zielgruppenanalyse. Zunächst müssen Sie dafür aber erst einmal Ihre Zielgruppe definieren. Wer genau sind potenziellen Kunden. Dafür könnten Sie z.B. auch Ihre Konkurrenz nutzen, welche Personen kaufen also bei Ihrer Konkurrenz ein?

Nachdem Sie Ihre Zielgruppe grob eingegrenzt haben, sollten Sie versuchen, die Merkmale zu charakterisieren. Oft hilft es dabei, an sich selbst zu denken und was man selbst für eine Zielgruppe darstellt. Falls Ihnen das noch etwas schwer fallen sollte, gibt es einige Hilfestellungen. Eine Möglichkeit sind die Sinus-Milieus. Sie teilen den ganzen Markt in bestimmte Zielgruppen ein. Anhand dessen, werden die einzelnen Charakteristika der jeweiligen Gruppe aufgezeigt. Wenn Sie dazu mehr Informationen haben möchten, vertiefen Sie ihr wissen mit Hilfe unseres Beitrags zu Sinus-Milieus.

Schritt drei und vier gehen dann Hand in Hand miteinander einher. Auf Grund von Kaufverhalten und Bedürfnissen Ihrer Zielgruppe können Sie auf dessen Wünsche schließen. Erfüllt Ihr Produkt oder Dienstleistung diese Vorstellungen? Falls das nicht der Fall sein sollte, können Sie anhand dessen Ihren Businessplan und Ihre Geschäftsidee noch einmal verbessern.

Im letzten Schritt Ihrer Zielgruppenanalyse fassen Sie all Ihre gesammelten Erkenntnisse dann in sogenannten Benutzerprofilen zusammen. So können Sie alle Informationen gebündelt in Ihrem Businessplan vorstellen. Aber diese Zusammenfassung wird Ihnen nicht nur bei der Bezuschussung durch die Agentu für Arbeit helfen. Die Benutzerprofile bilden außerdem das Fundament für Ihre späteren Marketingstrategien, ahnlich wie auch die Marktgröße und das Marktvolumen.

Wie Sie sehen, sind Sie durch den Überblick über die Marktsituation Ihrem großen Ziel der Gründung und des Gründungszuschusses schon etwas näher gekommen und Ihr Businessplan nimmt langsam Form an. Außerdem haben Sie bereits die Weichen für ein gutes Marketing und eine fundierte Finanzplanung gelegt. Wie es dann im vierten Schritt des Businessplans weitergeht und warum wir dort den Blick von Ihnen auf Ihre potenzielle Konkurrenz verlagern, lesen Sie im nächsten Blogbeitrag.