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Versicherungen der Gründer – Sicherheit für alle Fälle

von 19 Feb 2121

Gründet man ein Unternehmen, gilt es viele Dinge zu beachten. Dabei denkt man zunächst vermutlich nur an die schönen Seiten der Selbstständigkeit. Man kümmert sich um den Firmennamen, meldet ein Gewerbe an und sorgt für die nötige Finanzierung. Allerdings sollten Sie auch für alle Eventualitäten gerüstet sein. Versicherungen helfen Ihnen dabei, auch im Ernstfall immer einen Plan B in der Hand zu haben. Deswegen sollten Sie sich schon während der Gründungsphase um alle nötigen Versicherungen kümmern. Aber welche Versicherungen sind essenziell und welche eher schlecht investiertes Geld? Mit unserem Versicherungs-Guide bringen wir etwas mehr Licht ins Dunkle.

1. Betriebliche Versicherung: Für alles, was beim Arbeiten schief gehen kann

Bevor wir zu den Versicherungen kommen, die Sie als Gründer speziell benötigen, kümmern wir uns erstmal darum, dass im Unternehmen alles abgesichert ist. Dafür schließen Sie betriebliche Versicherungen ab. Das ist allerdings nur der Oberbegriff einer Vielzahl an möglichen Versicherungspaketen. Von der klassischen Betriebs-Haftpflichtversicherung bis hin zur Einbruchdiebstahlversicherung ist da alles dabei. Aber Achtung: Bevor Sie Versicherungen abschließen, sollten Sie sich vorher überlegen, was Sie für Schadensfälle in Ihrem Unternehmen erwarten können. Haben Sie ein Produktionsunternehmen, wäre ein Maschinenversicherung eine Investition wert, um bei Bedienungsfehlern oder anderen Schadensfällen, die betroffene Maschine schnell wieder reparieren zu lassen. Gerade bei betrieblichen Versicherungen ist es also wichtig realistisch in die Zukunft zu sehen und dann abzuschätzen, welche Versicherungen von Vorteil sind.

2. Rechtsschutz: Versicherungen helfen auch bei Rechtsstreit

Eine weitere Versicherung, die für das Unternehmen von großem Nutzen sein kann, ist die Rechtsschutzversicherung. Auch hier ist Rechtsschutzversicherung nur ein übergeordneter Begriff und kann für viele spezifische Fälle abgeschlossen werden. Hierbei gilt ebenfalls: Vorausschauend in die Zukunft blicken und abwägen, welche Eventualitäten auf Sie und Ihr Unternehmen zutreffen könnten. Was aber alle Versicherungsbausteine gemeinsam haben: Sie helfen in einem Rechtsstreit die Kosten zu decken. Gerade kleiner Unternehmen mit weniger Rücklagen laufen bei einem Gerichtsverfahren Gefahr, schnell eine Hohe Summe an Kosten tragen zu müssen. Nicht immer ist dieses Geld vorhanden und einem Unternehmen kann die Insolvenz drohen. Rechtsversicherungen können in solchen Fällen Gerichtskosten, Anwaltskosten & Zeugengelder übernehmen.

3. Krankenversicherung

Nun sind wir bei den Versicherungen angelangt, die speziell Gründer und Selbstständige betreffen. Natürlich hofft man immer auf die beste Gesundheit, aber manchmal läuft eben nicht alle so wie geplant. Damit Sie bei Krankheitsausfällen trotzdem weiterhin Geld beziehen können, sind Sie krankenversichert. Als Gründer und Selbstständiger stellt sich dann eine Frage: Privat oder gesetzlich? Als selbstständige Person können Sie sich entweder freiwillig weiterhin in der gesetzlichen Krankenkasse versichern oder Sie versichern sich bei einem privaten Krankenkassenversicherungsunternehmen. Welche dieser beiden Varianten individuell für Sie am besten ist, können Sie beispielsweise bei der Verbraucherzentrale erfragen.

Bei dem Wechsel in die private Krankenversicherung ist aber eine Sache zu berücksichtigen: Solange Sie selbstständig sind, können Sie nicht wieder zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Entscheiden Sie sich doch für eine private Krankenversicherung, ist der Basistarif in Art, Umfang, Leistung und Höhe vergleichbar mit denen einer gesetzlichen Versicherung.

Für Gründer, die durch den Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit begünstigt werden, gelten außerdem Besonderheiten. Zur Beitragsberechnung werden neben dem Gründungszuschuss an sich auch die gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Versicherten gezählt. Nicht berücksichtigt werden allerdings die 300 Euro Zuschuss, die zur sozialen Sicherung des Gründers gehören.

4. Arbeitslosenversicherungen für Selbstständige

Sollten Sie mit Ihrer Selbstständigkeit leider nicht die gewünschten Ziele erreichen oder Sie andere Dinge als Krankheitsfälle einschränken, ist eine vorab abgeschlossene Arbeitslosenversicherung vorteilhaft. Wichtig ist aber, dass sie für Selbstständige freiwillig ist. Trotzdem sollte Sie sich schon vor der eigentlichen Gründung Gedanken darüber machen, ob und wie Sie sich versichern wollen. Denn diese Versicherung muss innerhalb von drei Monaten nach Anfang der Selbstständigkeit beantragt werden. Um Anspruch auf diese Art von Versicherung zu haben, müssen Sie eine der beiden folgenden Voraussetzungen erfüllen. Entweder müssen Sie noch unmittelbar vor Antragstellung Arbeitslosengeld bezogen haben. Oder Sie müssen mindestens 12 Monate von 30 Monaten vor Anfang der Selbstständigkeit in einem Versicherungspflichtverhältnis gestanden haben.

5. Rentenversicherungen: Auch im Alter die Vorteile der Selbstständigkeit genießen

In unserem Versicherungs-Guide sind wir nun schon am Ende angekommen. Passend dazu dreht sich die letzte Versicherung um die Altersvorsorge. Auch hier haben Sie als Selbstständige Person die Möglichkeit, sich freiwillig gesetzlich zu versichern. Das ist allerdings nicht bei allen Berufsgruppen der Fall. In § 2 Sozialgesetzbuch VI finden Sie eine Auflistung der Berufe, die ihr Altersvorsorge gesetzlich regeln lassen müssen. Für alle anderen gilt: Eine Altersvorsorge sollte auch als Selbstständiger vorhanden sein. Das kann beispielsweise durch eine Lebensversicherung passieren, in die über die Jahre der Selbstständigkeit hinweg eingezahlt wird. Aber auch für gesetzlich Rentenversicherte ist eine zusätzliche Altersvorsorge keine schlechte Investition. Oft deckt eine gesetzliche Versicherung gerade nur die Grundversorgung eines Selbstständigen im Alter ab.

Wie Sie sehen, gilt es als Selbstständiger und Gründer im Versicherungsdschungel einiges zu beachten, um so gut geschützt wie möglich durchs Leben zu gehen. Sollten Sie noch weitere Fragen zu Versicherungen oder zur Existenzgründung im Allgemeinen haben, melden Sie sich gerne bei uns.