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Zielgruppenanalyse – von Unternehmensgründung bis Sinus-Milieus

von 27 Jan 2121

Der Start in die Selbstständigkeit ist meist nicht so einfach, wie man es sich vielleicht vorgestellt hat. Um große Ernüchterungen nach dem Start zu vermeiden, kann eine Zielgruppenanalyse sehr hilfreich sein. Eigentlich ein Tool aus dem Marketing, ist es gerade bei Unternehmensgründung und -nachfolge ein möglicher Weg, um sich am Markt zu etablieren.

Was ist eine Zielgruppenanalyse

Der Name Zielgruppenanalyse definiert eigentlich schon die Praktik, die dahinter steht. Egal, welche Dienstleistungen oder Produkte man anbietet, sie werden von bestimmten Zielgruppen gekauft oder genutzt. Deshalb ist es wichtig zu wissen, für wen man seine Dienstleistungen im Durchschnitt produziert, damit man vor allem Werbung genau auf diese Personen zuschneiden kann. Richtig umgesetzt erreicht man so neue Kunden. Damit ist die Zielgruppenanalyse eigentlich ein Bereich des Marketings. Allerdings ist die Zielgruppenanalyse auch ohne Marketingabteilung oder speziellen Fokus auf Werbung essenziell für Unternehmensgründer und -nachfolger.

Zielgruppenanalyse bei Unternehmensgründung?

Wie bereits erklärt, ist die Zielgruppenanalyse für effektive Werbung besonders wichtig. Außerdem kann sie in den Kontext der Unternehmensgründung gesetzt werden.

Gründet man ein neues Unternehmen, steht am Anfang die eigentliche Geschäftsidee. Ohne das Konzept als Basis ist es schwierig, überhaupt ein eigenes Unternehmen aufzubauen. Doch auch eine augenscheinlich geniale Idee ist noch kein Garant für einen absoluten Erfolg. Wissen Sie ob Ihre Idee am Markt angenommen wird? Welche potenziellen Kunden wollen Sie überhaupt ansprechen, damit Sie Ihre Werbung effektiv und attraktiv gestalten wollen?

Genau an diesen Punkt setzt die Zielgruppenanalyse an. Sie als potenzieller Unternehmensgründer sollten sich also schon vor Gründung überlegen, wer Ihre potenziellen Kunden sein können. Welche Personen Ihre Produkte potenzielle nutzen, können Sie durch Analyse von anderen Kundenstämmen von ähnlichen Produkten nutzen. Dabei haben Sie auch die Möglichkeit herauszufinden, was Ihrer definierten Zielgruppe noch fehlt, was also noch nicht am Markt verfügbar ist. Hieraus können Sie dann beispielsweise Ihr Alleinstellungsmerkmal entwickeln oder Fehler von Konkurrenten vermeiden.

Zielgruppenanalyse bei Unternehmensnachfolge?

Die Unternehmensnachfolge bietet einige Vorteile gegenüber der Unternehmensgründung, jedoch bleibt die Wichtigkeit einer Zielgruppenanalyse bestehen.

Eine Übernahme eines schon bestehenden Unternehmens zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass der Nachfolger Mitarbeiter und Kundenstamm übernimmt. Doch eine Übernahme bedeutet nicht, dass die Entwicklung des Unternehmens stagniert. Meist möchte man als Übernehmer einige Dinge verbessern und das Unternehmen modernisieren. Um abschätzen zu können, was im Rahmen des momentanen Kundenstamms an Veränderungen noch möglich ist, ist eine Zielgruppenanalyse das richtige Mittel. Da Sie noch keine Erfahrung mit Ihren Kunden haben, lernen Sie so auch das Betriebsverhältnis näher kennen.

Durch die Zielgruppenanalyse wissen Sie folglich, wer Ihre Kunden sind und warum Sie bei Ihnen Ihre Produkte oder Dienstleistungen beziehen. Nun können Sie abschätzen, ob die bestehenden Kunden neue Ausrichtungen annehmen würde. Ist das nicht der Fall, können Sie trotzdem, ähnlich wie bei der Unternehmensgründung, auf die Zielgruppenanalyse zurückgreifen. Dadurch können Sie dann zusätzlich neue Zielgruppen für die neuen Dienstleistungen definieren. Mittels dieser Erkenntnisse lassen sich dann neue Marketingstrategien und neue Wege des Unternehmens definieren. Zielgruppenanalyse ist also ein wichtiger Schritt bei der generellen Entwicklung und bei der Weiterentwicklung von Unternehmen.

Wie analysiere ich meine Zielgruppe richtig?

  1. Zielgruppe definieren
  2. Zielgruppe charakterisieren
  3. Kaufverhalten untersuchen
  4. Bedürfnisse analysieren
  5. Benutzerprofile erstellen

Zielgruppe definieren

Als erster Schritt sollten Sie zunächst Ihr Zielgruppe definieren. Wer kauft meine Produkte? Wer sind die Personen, die sich bei uns erkundigen? Möglich ist aber auch, zu überlegen, wen Sie konkret mit Ihren Produkten oder Dienstleistungen ansprechen möchten. Dabei ist ein bisschen Kreativität und Recherche bei anderen Produkten und deren Kunden gefragt. Die Definition der Zielgruppen spielt auch gerade bei der Erstellung eines Businessplans eine große Rolle.

Zielgruppe charakterisieren

Nachdem die Zielgruppe definiert wurde, sollen Sie die Gruppen nun konkret charakterisieren. Ein mögliches Mittel, was einen allumfassenden Überblick über den momentanen Markt gibt, sind die Sinus-Milieus. Dieses Modell versucht, den momentanen Markt an Personen bestimmten Gruppen zuzuordnen, den sogenannten Milieus. Insgesamt kann man 4 Milieus mit weiteren unter Gruppen unterscheiden. Diese Einteilung und ihre momentane Marktverteilungen helfen Ihnen und Ihrem Unternehmen, abzuschätzen, wen Sie davon ansprechen und inwiefern diese Gruppe am Markt vertreten ist. Einmal das Milieu definiert, können sie daraus viele weitere Charakteristika dieser Gruppe beziehen.

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Kaufverhalten untersuchen

Als nächstes untersuchen Sie das Kaufverhalten. Entweder von bestehenden Kunden bei der Unternehmensnachfolge oder von potenziellen Kunden bei der Unternehmensgründung. Sind die Kunden bereit viel Geld auszugeben? Kaufen Sie Produkte öfter nach oder ist es eine längerfristige Investition. Darauf aufbauen können Sie beispielsweise in Erwägung ziehen, Ratenkauf oder andere Varianten anzubieten.

Bedürfnisse analysieren

Nachdem Sie nun bereits vertrauter mit Ihren Kunden sind oder eine konkretere Vorstellung von potenziellen Kunden haben, dreht sich jetzt alles um deren Bedürfnisse. Was genau erhoffen sich bestimmte Personen? Was fehlt ihnen in ihrem Leben oder was würde es bereichern? All diese Fragen lassen sich auch im Groben bereits durch die Sinus-Milieus beantworten und können dann auf existierende Kunden übertragen werden.

Benutzerprofile erstellen

Im letzten Schritt können Sie ihre Ergebnisse mit einem Benutzerprofil festhalten. Darin ist festgelegt, wer Ihre durchschnittliche Zielgruppe ist. Daraus können Sie dann Strategiepläne für das Marketingkonzept und generelle Produktpläne entwickeln. Da sich der Markt und damit einzelne Zielgruppen immer weiter verändern, sollten auch die Benutzerprofile kein Zustand sein, sondern flexibel blieben.

Eine Zielgruppenanalyse ist also sehr vielseitig in unterschiedlichen Entwicklungsstadien eines Unternehmens einsetzbar und verhilft nicht nur zu neuen Kunden. Informationen über die eigene Zielgruppe sind maßgeblich am Erfolg einer Geschäftsidee beteiligt. Falls Sie weitere Information zur Unternehmensgründung oder -nachfolge benötigen, wenden Sie sich gerne an uns!